DIE ZAUBERFLÖTE

EIN PROJEKT DER OPER KÖLN UND DES ERICH KÄSTNER-GYMNASIUMS KÖLN

WHOOSH

Im Wald. Prinz Tamino geht im Wald spazieren. Plötzlich schlängelt eine Riesenschlange auf ihn zu. Erschrocken ergreift Tamino die Flucht, doch die Schlange verfolgt ihn. MUSIK 01 Vor Angst wird Tamino ohnmächtig. Gerade als die Schlange Tamino verschlingen will, schickt die Königin der Nacht drei Damen, um ihn zu retten. Sie ziehen ihre Messer und erstechen das Ungeheuer. Anschließend verschwinden sie wieder.
Da hüpft in bester Laune der muntere Vogelfänger Papageno herbei. MUSIK 02 . Tamino erwacht langsam, sieht verdutzt die tote Schlange und umarmt überglücklich seinen vermeintlichen Retter Papageno. Der deutet auf die Schlange und zeigt, wie er sie erstochen hat.
Die drei Damen erscheinen. Zwei der beiden halten Papageno an den Armen fest und kleben ihm den Mund zu, weil er gelogen hat. Dann überreichen sie Tamino ein Bild der Prinzessin Pamina. Sie ist die Tochter der Königin der Nacht und er verliebt sich sofort ihn sie. Er drückt das Bild an sein Herz und dreht sich verliebt im Kreis. MUSIK 03. Tamino will sie gerne kennenlernen, aber die drei Damen schütteln heftig den Kopf. Denn Pamina wurde vom bösen Herrscher des Sonnentempels Sarastro entführt. Darüber ist Tamino schockiert. Papageno und Tamino haken sich bei dem anderen ein und schwören mit erhobenem Arm, dass sie Pamina sofort befreien werden. Daraufhin übergeben die Damen Tamino eine Zauberflöte und Papageno ein Glockenspiel zum Schutz auf ihrer Reise und wünschen ihnen Glück. WHOOSH MUSIK 04

In Sarastros Reich. Vorne liegt der Palastgarten, hinten liegt der Palast. Pamina sitzt niedergeschlagen auf einer Bank im Palastgarten. Monostatos, der fiese Wächter, schleicht heran und fällt lüsternd über sie her. MUSIK 05 In diesem Moment erscheint Papageno. Als sich die Männer erblicken, erschrecken sie fürchterlich voreinander, weil sie denken der andere sei der Teufel. Monostatos läuft panisch davon. Papageno eilt zu Pamina, setzt sich neben sie und flüstert ihr ins Ohr, dass ein Prinz sie retten wird. Glücklich über die baldige Rettung, fassen sie sich bei den Händen, besingen die Schönheit der Liebe und drehen sich dabei im Kreis. MUSIK 06 Sie setzen sich links auf die Parkbank hinter eine große Eiche.
Tamino geht von rechts durch den Palastgarten zum Palast. Er versucht verzweifelt das Tor einzutreten. Ein Priester eilt herbei und legt ihm beschwichtigend die Hand auf die Schulter. Er sagt, dass man nur mit Gelassenheit und nicht mit Gewalt Zutritt zum Palast des gutherzigen Herrschers Sarastro erhalte und geht. Tamino runzelt die Stirn. Er kratzt sich ratlos am Kopf: „Sarastro gehört zu den Guten, obwohl er Pamina entführt hat?“. Da hört er aus der Ferne die Stimmen von Pamina und Papageno, die sich auf der Parkbank unterhalten. Er nimmt schnell seine Flöte aus der Brusttasche und spielt eine Melodie, um Pamina anzulocken. MUSIK 07
Papageno und Pamina stehen von der Bank auf und wollen gerade zu Tamino laufen, als Monostatos sich ihnen mit vier Sklaven mit verschränkten Armen in den Weg stellt. Er befiehlt seinen Sklaven sie zu fesseln. Da zückt Papageno blitzschnell sein Glockenspiel und spielt eine Melodie. Wie ferngesteuert beginnen Monostatos und die Sklaven sich zu drehen und tänzeln von der Bühne. MUSIK 08 Eine Palasttür geht auf der linken Seite auf und Sarastro kommt raus. Er geht zu Pamina. Sie wirft sich ihm weinend vor die Füße und fleht ihn an, sie frei zu lassen. Sarastro streicht ihr durchs Haare und schüttelt den Kopf, denn er will sie vor der grausamen Mutter schützen. Pamina darf nicht gehen. Als Pamina traurig den Kopf hebt, sieht sie Tamino. Als sich ihre Blicke kreuzen, steht die Welt still. Wie in Zeitlupe laufen sie aufeinander zu und fallen sich verliebt in die Arme. MUSIK 09 WHOOSH
Pamina und Tamino stehen immer noch in inniger Umarmung. Papageno steht eifersüchtig neben ihnen, er will auch eine Freundin. Sarastro geht zu dem Paar, trennt die beiden und schickt Pamina weg. Tamino muss erst einige Prüfungen bestehen, um mit Pamina zusammen zu kommen. Dann befiehlt er den Männern mit erhobenem Finger, ab jetzt zu schweigen, nimmt ihnen das Glockenspiel und die Zauberflöte ab und geht. Da erscheinen die drei Damen. Sie suchen Pamina, finden sie aber nicht und merken, dass Tamino es immer noch nicht geschafft hat sie zu befreien. Sie machen den Männern Vorwürfe und drohen ihnen mit dem Tod. MUSIK 10 Sie gehen zu Tamino der ihnen unerschrocken den Rücken zudreht. Dann gehen sie auf Papageno los. Er bettelt um Gnade und rennt weg. Ein Donnerschlag ertönt und wirft ihn zu Boden MUSIK 11 . Die drei Damen verschwinden hämisch lachend, denn er hat die Prüfung nicht bestanden. WHOOSH

Im Palast. Pamina sitzt weinend auf ihrem Bett. Ihre Mutter, die Königin der Nacht, erscheint. Pamina rennt glücklich auf sie zu, doch die Königin stößt sie zu Boden. Sie reicht Pamina einen Dolch und befiehlt ihr Sarastro zu töten. Denn sie will seine Macht. MUSIK 12 Die Königin geht. Kurz darauf erscheint Sarastro. Er erblickt den Dolch und begreifft, dass die Königin ihn umbringen lassen will. Pamina fleht ihn auf Knien um Gnade für ihre Mutter an. Monostatos kommt und entreisst ihr den Dolch. Doch Sarastro breitet gütig seine Arme aus und sagt, er kenne keine Rache. MUSIK 13 WHOOSH

Papageno und Tamino sitzen immer noch im Palast und schweigen. Papageno springt von dem Stuhl auf und geht auf und ab, weil es ihm schwer fällt zu Schweigen. Dann ruft er nach Wasser, weil er Durst hat. Da humpelt eine alte hässliche Frau heran. Sie gibt ihm ein Glas Wasser und will ihn küssen. Papageno stößt sie weg. Die Alte versucht es aber immer wieder, er rennt laut fluchend weg. Da ertönt ein gewaltiger Donnerschlag und sie verschwindet MUSIK 14 .
Die drei Knaben treten auf. Der Größte gibt Papageno das Glockenspiel und Tamino die Zauberflöte zurück. Tamino spielt auf der Flöte, woraufhin Pamina erscheint. Sie greift seine Hand und will sich zu ihm setzen. Er aber schüttelt die Hand ab und ignoriert sie. Pamina schlägt weinend die Hände vors Gesicht, denn sie glaubt, Tamino liebe sie nicht mehr. Sie weiß nicht, dass die beiden ein Schweigegelübde abgelegt haben. MUSIK 15 WHOOSH

Im Verlies. Dort sitzt Papageno, aus Strafe für seine Plauderei. Er sehnt sich nach einem Mädchen und spielt das Glockenspiel. MUSIK 16 Da humpelt die alte Frau wieder herbei. Sie fesselt ihn und droht ihn nicht mehr frei zu lassen, wenn er sie nicht heirate. Papageno schwört ihr kniend die Treue. Plötzlich dreht sich die alte Frau um und verwandelt sich in ein schönes Mädchen: Papagena. Sie nimmt ihm die Fesseln ab. Papageno streckt sehnsüchtig die Arme nach ihr aus. Doch ein Priester tritt hinzu und führt Papagena weg. WHOOSH

Pamina rauft sich die Haare, rennt umher, weil sie ohne Tamino nicht leben will. Sie nimmt einen Dolch und will sich die Kehle durchschneiden. Die drei Knaben rennen herbei und entreißen ihr den Dolch. Einer der Knaben holt Tamino, der inzwischen seine Prüfung bestanden hat und wieder reden darf. Er gesteht Papagena kniend seine Liebe. Das Paar fasst sich bei der Hand und gehen sie davon. WHOOSH MUSIK 17

Papageno ist völlig verzweifelt, weil er wegen der vermasselten Prüfungen Papagena nicht kriegen kann. Er nimmt einen Strick, steigt auf einen Stuhl, bindet sich den Strick um den Hals und will sich erhängen. Ein letztes Mal holt er sein Glockenspiel hervor und spielt darauf MUSIK 18 Von der Musik angelockt, eilt Papagena herbei, reicht ihm die Hand, hilft ihm vom Stuhl und nimmt ihm den Strick ab. Nie mehr werden sie sich trennen. Hand in Hand gehen sie glücklich davon. MUSIK 19 WHOOSH

Vor dem Palast. Monostatos, die Königin der Nacht und die drei Damen hämmern an das Tor und versuchen mit aller Kraft einzudringen. Plötzlich wird die Erde von einem Beben erschüttert. Vor ihnen tut sich ein gewaltiger Erdspalt auf. Sie wanken hin und her und stürzen letztlich in den Abgrund.
Arm in Arm erscheinen Tamino und Pamina und gehen auf den Palast zu. Im Palasttor erscheint Sarastro und winkt sie zu sich. Feierlich legt er ihnen die Hände auf den Kopf und gibt ihnen seinen Segen. Die Prüfung ist bestanden und sie dürfen sich haben. MUSIK 20 WHOOSH