DIE ZAUBERFLÖTE

EIN PROJEKT DER OPER KÖLN UND DES ERICH KÄSTNER-GYMNASIUMS KÖLN

Die Regisseurin, Frau Mariame Clément

Frau Clément ist eine junge, fröhliche und freundliche Dame, der wir ein paar Fragen zu ihrem Beruf stellen durften. Ihr Regiedebüt feierte sie vor 10 Jahren in Lausanne, nachdem sie jahrelang bei bekannten Regisseuren Assistentin war, und seitdem ist sie viel unterwegs in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz. Insgesamt hat sie ungefähr schon 25 Mal in einer Oper in verschiedenen Städten Regie geführt. Wir haben sie gefragt, ob Regisseur der wichtigste Beruf bei der Aufführung einer Oper sei, darauf antwortete sie: „Nein, überhaupt nicht. Da alle zusammen arbeiten, funktioniert das System einer Oper nur mit Teamarbeit.“ Vor allem wichtig bei den Proben sei die Zusammenarbeit mit dem Dirigenten.
Wir durften Frau Clément bei einer Probe zusehen und beobachten, wie sie die ganze Zeit zu verschiedenen Menschen im Saal lief (Dirigent, Sänger, Bühnenbildnerin, Lichttechniker z.B.) und angeregt mit ihnen diskutierte. Dabei wirkte sie gar nicht wie eine „Chefin“, die alles bestimmte, sondern eher wie jemand, die mit Interesse und Herzlichkeit mit den anderen zusammen arbeitet.
Dass die Kölner Oper zur Zeit im Musical Dome am Bahnhof untergebracht ist, stört sie nicht so sehr, weil sie findet, dass man hier eine gute Sicht von allen Plätzen aus hat, obwohl es technisch gewisse Einschränkungen gibt.
Von der Planung bis zur Premiere eines neuen Stücks braucht man viele Monate, allein die Werkstätten benötigen für das Bühnenbild mindestens ein Jahr; Frau Clément verbringt aber vorher schon viel Zeit damit, das Ganze zu planen. Das Kölner Bühnenbild von der „Zauberflöte“ ist eher modern, weil man ein Flugzeugwrack und Plastiktüten sieht.
Wir haben erfahren, dass man als Regisseur sehr viel planen, bedenken, mit anderen zusammen arbeiten und reisen muss, und es deshalb ein sehr spannender, aber auch anstrengender Beruf ist (vor allem wenn man, wie Frau Clément, Familie hat).

Wir danken Frau Clément für das nette, interessante Gespräch und die Probe, und wünschen ihr weiterhin so viel Spaß bei ihrer Arbeit!


(Katharina Damm, Lisa Loch, Aaron Wehner)