Exkursion in die Werkstätten der Bühnen Köln am 26. Oktober

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Um 10.33 Uhr stiegen wir in Herchen in die S-Bahn ein. Nach einer einstündigen Fahrt trafen wir Herrn Rohde vor Ort an. Als ich das Gebäude sah, war ich ein wenig skeptisch. Es sah einfach aus wie eine alte Lagerhalle, welche über eine kaputte Einfahrt zu erreichen war.

Die gesamte Gruppe wurde in zwei kleine Gruppen eingeteilt. Nicht nur unser Musikkurs, sondern auch der Kunstkurs und der Informatikkurs der Stufe 12 nahmen an der Exkursion teil, da wir alle zusammen die Website erstellen werden.

Die erste Gruppe, in der auch ich war, besichtigte zunächst die Werkstätten von innen. Herr Rohde führte uns durch die verschiedenen Räume. Währenddessen schaute sich die andere Gruppe den Kostümfundus der Bühnen Köln an. Dieser Fundus befand sich in einem Raum, welcher sich ein wenig abgelegen von den eigentlichen Werkstätten befindet.

Als wir in die Werkstätten kamen, waren die Arbeiten bereits in vollem Gange. Wir gingen durch einen großen Raum, der voller Holz war. Mein erster Eindruck der sehr heruntergekommenen und tristen Lagerhalle änderte sich schlagartig: Von innen sah sie ganz anders aus! Schon im Eingangsbereich konnte man deutlich erkennen, dass es in dieser Lagerhalle um Kunst geht. &aUuml;berall waren Verzierungen, Bilder oder Plakate sowie Pinnwände und Blätter an den Wänden angebracht. Ich mochte besonders die Einrichtung. Alte Möbel oder Schilder standen überall. Von einer alten Zapfsäule bis zu einem übergroßen Underground-Schild aus einer U-Bahn in England waren sehr kreative Dinge überall zu finden.

Der große Raum, durch den wir hier gingen, war die Schreinerei. Verschiedene Holzarten waren fast bis zur Decke gestapelt. Trotzdem hatte ich den Eindruck, dass Ordnung herrschte. Allein schon, als wir nur durch den Raum hindurchgingen, bemerkte ich, was für eine gute Kommunikation die Schreiner oder generell alle Mitarbeiter untereinander hatten. Kleine Gruppen arbeiteten offenbar zusammen an einer Sache und tauschten Ideen aus. Aber ebenfalls Mitarbeiter aus anderen Bereichen der Werkstätten kamen und tauschten Gedanken aus. Generell gewann ich einen sehr positiven Eindruck der Menschen, die dort angestellt sind. Sie alle kamen sehr locker und sympathisch rüber, genauso wie ich Künstler immer einschätze.

Herr Rohde führte uns in einen Konferenzraum, welcher sich im oberen Teil der Halle befand. Wir gingen an einem Raum vorbei, der so eingerichtet war wie ein Wohnzimmer. Ein Sofa, ein Tisch und sogar ein Fernseher befanden sich in dem Raum. Auf dem Tisch hatte jemand seinen Teller und sein Besteck liegen gelassen. Im Konferenzraum erklärte uns Herr Rohde nochmals den geplanten Ablauf und was sich nach unserem letzten Treffen schon so getan hatte. Nachdem wir einen Überblick über den Nachmittag bekommen haben, wurden wir von Herrn Rohde durch die Werkstätten geführt.

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Der erste Stopp war die Schreinerei. Er zeigte uns, wofür das Holz benutzt wird und wieso Holz überhaupt benutzt wird: Er erklärte uns, dass Holz vom Gewicht her sehr leicht ist. Daher kann man damit gut arbeiten und auch verhindern, dass der Bühnenboden durch zu viel Gewicht beschädigt wird. Außerdem müssen die Teile ja immer auseinander- und wieder zusammengebaut werden, um sie zu den verschiedenen Bühnen zu transportieren.

Der zweite Bereich war eine Schlosserei. Die Aufgabe der Schmiede und Schlosser ist es, Metall so zu verarbeiten, dass es zu den verschiedenen Vorstellungen passt. Es war sehr warm in dem Raum, da ein Feuer ständig brannte. Viel konnten wir dort aber jedoch nicht sehen. Durch das Schweißen entsteht ein Licht, in das man ohne Schutzbrille nicht reinschauen darf. Deswegen unterbrach der Schweißer seine Arbeit für einen Moment, sodass wir uns ein wenig umschauen konnten.

In einem anderen Raum kümmerten sich Künstler um die Herstellung von verschiedenen Statuen auf der Bühne. Manchmal müssen diese herunterfallen, ohne dass sie kaputt gehen. Daher muss ausprobiert werden, welches Material verwendet werden muss. Für die Vorarbeit wird meistens Styropor benutzt, welches jedoch nicht für die richtige Aufführung benutzt werden kann , da es ja zerbrechen würde.

Einen Raum weiter konnte man sich die schon fertige Arbeit der Schreiner ansehen: Ein Zimmer, nur aus Holz, hatten die Schreiner konstruiert und schon zusammengebaut.

In der Malerwerkstatt wurden die Anfertigungen der Schreiner, Schlosser und Plastiker nun angemalt oder angesprüht. Sehr interessant fand ich eine Treppe, die eigentlich aus Styropor bestand. Dennoch haben die Künstler es geschafft, die Treppe mit einer Masse so zu beschichten, dass sie aussieht wie eine schon alte abgetretene Treppe.

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Im Kostümfundus werden alle Kostüme aus Vorstellungen mehrerer Jahre aufgehoben. Es war so unglaublich voll in diesem Raum: Schuhe, Hüte, Jacken, Hosen, Kleider, Blusen etc. wurden doppelt übereinander aufgehangen. Ich habe da keine wirklich Ordnung wahrgenommen, dennoch erklärte uns die Dame, welche die Kostüme verwaltet, dass diese in totaler Ordnung einsortiert seien. Mit Zetteln an jedem einzelnen Kleidungsstück behalten die Mitarbeiterinnen die Übersicht. Teilweise konnte man gar nicht durch die Gänge gehen, da sie so vollgestopft waren mit Klamotten. Ich fand es inspirierend, wie viele verschiedene Arten von Kostümen da hingen und in welch gutem Zustand sie waren.

Alles in allem war es ein interessanter Tag, um sich einen Einblick in das ganze Projekt zu verschaffen. Allerdings zu kurz, um wirklich die Informationen speichern und später anwenden zu können. Schade war auch, dass wir die Mitarbeiter nicht wirklich interviewen konnten. Nur in dem Raum für Plastik gab uns ein Künstler einen ausführlichen Einblick in seine Arbeit. Ebenfalls finde ich, dass die Gruppen einfach zu groß waren. Manchmal konnte man die Personen gar nicht verstehen , durch Geräusche oder weil sie einfach zu leise geredet haben. Ich wäre gerne etwas länger geblieben, um mir die Werkstätten genauer anzuschauen.

Viola Senftleben

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Exkursion in die Werkstätten der Bühnen Köln am 26. Oktober (Teil 1)

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