Dirk Otte: "Hier in Köln hat es auf Anhieb geklappt. Naja, und seit September 1979 bin ich hier."

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Wie sind Sie zum Geige spielen gekommen?

Letztendlich ist meine Mama schuld. Wir hatten Bekannte im Nachbardorf, das waren Laienmusiker. Irgendwann hat meine Mama diesen sehr betagten Herrn gefragt, ob er mir nicht Geige spielen beibringen könnte.

Einfach so?

Ja, das hat dann wohl geklappt – ich hatte schon Spaß daran! Ich hatte dann sehr viele Lehrer in meiner Kindheit und Jugendzeit. Und im Alter von 15 / 16 wusste ich: Ich kann das beruflich machen. In dem Alter hatte ich beim stellvertretenden Konzertmeister aus Bremen Unterricht und der hat mich dann so weit gebracht, dass ich eine Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule schaffen konnte.

Und wie wurden Sie zur 1. Violine?

Indem ich mich auf die entsprechende Stelle beworben habe. Hier in Köln hat es auf Anhieb geklappt: Ich habe das Probespiel gewonnen. Naja, und seit September 1979 bin ich hier.

Boah – krass!

(alle lachen)

Und wie oft oder wie lange üben Sie pro Tag?

Da gibt es keine Richtschnur – mal so, mal so. Manchmal ist auch keine Zeit, weil zu viel Dienst ist. Aber im Moment proben wir auch „Das schlaue Füchslein“ von Janaĉek – saumäßig schwer, gerade in der 1. Geige. Das gilt immer für Janaĉek – das kommt durch seine spezielle Tonsprache, ungewöhnliche Intervalle … sehr unangenehm. Das vergisst man auch schnell wieder. Wenn man das zwei Jahre nicht gespielt hat, muss man da wieder ein bis zwei Tage reingucken und sich alles zurecht legen.

Und dann übe ich natürlich auch für mich zur Kontrolle. Als Streicher spielt man ja immer in so einer großen Herde. Ein Solo-Bläser dagegen hört sich immer gut. Als Streicher – wenn man da 40 Jahre nicht mehr für sich übt, ist das nicht förderlich für’s Niveau.

Haben Sie denn auch Tipps für Anfänger? Kann man sich das auch selbst beibringen?

Nein, völlig aussichtslos.

Seit wann proben Sie „Candide“?

Seit vielleicht 14 Tagen, aber auch von anderen Projekten unterbrochen.

Aber dass das dann so klappt!

Das ist halt der Beruf, den wir gelernt haben.

Danke schön!

Bitte schön – gern geschehen!


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