Martin Koch: " Während ich hier für die Premiere am kommenden Sonntag probe, übe ich schon jeden Tag für die nächsten drei Stücke, die demnächst auf mich zu kommen."

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Wie sind Sie zum Singen gekommen?

Ich habe schon im Kindergarten gesungen. Dann haben mich meine Eltern in einen Kinderchor gesteckt und so nahm das alles seinen Lauf.

Sie singen den 1. Offizier?

Genau. Ich spiele sechs Rollen in dem Stück – der 1. Offizier ist davon die kleinste.

Ja und wie wird man zu so 'nem Offizier? Also zu einem Sänger in dieser Stellung?

Es gehört viel Fleiß und Wille dazu. Schon für die Aufnahmeprüfung an der Hochschule muss man sehr gut singen können, um überhaupt aufgenommen zu werden. Man muss das Glück haben, vorher an die richtigen Leute zu geraten, damit man das im richtigen Maß lernen kann. Und dann muss man sich rein stürzen, weil man sehr viel eigenverantwortlich lernen muss. Es ist unglaublich viel Training.

Meinen Sie, dass jeder Singen lernen kann?

Ja, so wie jeder Fahrrad fahren lernen kann, besser oder schlechter, kann auch jeder Singen lernen, besser oder schlechter.

Jetzt singen Sie ja sehr viele Rollen: Wie lange üben Sie dafür?

Während wir hier für die Premiere am kommenden Sonntag proben, übe ich schon jeden Tag für die nächsten drei Stücke, die demnächst auf mich zukommen. So habe ich vor dem Sommer angefangen, meine Candide-Rollen zu üben, während ich andere Stücke vorbereitet habe. Aber ich kenne das Stück schon sehr gut, weil ich den Candide, die Hauptrolle, schon oft gesungen habe. Deswegen fiel es mir nicht so schwer.

Was würden Sie Anfängern raten?

Man muss sich den Spaß bewahren!

Und ist die Routine im Theater immer dieselbe?

Routine ist ein gefährliches Wort. Die Leute im Publikum erleben an dem Abend ihre persönliche Premiere und insofern muss das Stück immer wie frisch erfunden wirken. Dafür muss man sehr routiniert sein, damit man den artistischen Anspruch gut hinbekommt: die hohen Töne, das Zusammenspiel mit dem Orchester. Und auf dieser Basis der technischen Routine kann man sich dann frei bewegen und die Rolle gestalten.

Welches ist Ihr Lieblingstheater? Wo treten Sie am liebsten auf?

Natürlich in der Kölner Oper! (alle lachen)

Wie lässt sich Ihr Beruf mit der Familie vereinbaren?

Ich habe eine Frau und drei Kinder. Meine Frau arbeitet auch am Theater als Choreographin. Wir versuchen so viel wie m&oml;glich für die Kinder da zu sein. Das ist nicht immer einfach, aber es funktioniert.

Arbeiten Sie auch gerne mit Kindern und Jugendlichen?

Ja! Letztes Jahr wurde ich gefragt, ob ich an der Kinderoper einen Vormittag Geschichten vorlesen kann – so was mache ich natürlich gerne!

Danke schön!

Gerne! Viel Spaß bei der Probe!

Das Interview führten Laura Bischoff und Lea Sophie Steinert

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